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Katathymes Bilderleben (KB)

(Auch "Tagtraumtechnik" oder "Katathym-Imaginitive Psychotherapie" (KIP)


Landschaft Das KATATHYME BILDERLEBEN (katathym = den Gefühlen gemäß, der Seele gemäß) ist ein von Hanscarl Leuner (1918-1996) aus Erkenntnisse der Tiefenpsychologie entwickeltes, systematisches Verfahren zur Bearbeitung von Konflikten, Erschließung von Ressourcen und Förderung kreativer Prozesse.

Im Mittelpunkt dieses Verfahrens steht die Arbeit an tagtraumartigen, inneren Bildern (Imaginationen), die sich aus der gefühlsmäßigen Gestimmtheit des / der* Betreffenden heraus entwickeln.


Um dies zu ermöglichen, wird zu Beginn einer Sitzung zunächst ein angenehm entspannter Zustand durch eine psychophysiologische Umstellung (ähnlich wie beim AUTOGENEN TRAINING) hergestellt. Dies kann in sitzender oder auch in liegender Position geschehen. Nachdem hierdurch die Aufmerksamkeit mehr auf innerseelische Vorgänge gelenkt wurde, schlägt der Therapeut ein Motiv für die Imagination vor (z.B. Wiese, Bach, Berg, Haus etc.). Es gibt insgesamt zwölf Standardmotive, die zur Projektion aktueller Stimmungen, bewusster und unbewusster Konflikte sowie zur Abbildung von Ressourcen in Bildern, Szenen und Geschichten anregen können. Auf diese Weise wird die innere Befindlichkeit in sinnhaft wahrnehmbarer Form dargestellt.

Während der Sitzung beschreibt der Tagträumer alles, was er beobachtet, was sich vor seinem inneren Auge abspielt und schildert die begleitenden Gefühle. Durch den Dialog mit dem Therapeuten kann dieser den Patienten während des Tagtraumes begleiten, ihn vor zu großer Angst schützen und ihn durch empathisches Verstehen zu weiterer Exploration anregen. Weiterhin kann er ihn unterstützen bei der Konfrontation mit Konfliktmaterial und ihn zu neuen Verhaltensweisen und Erfahrungen ermutigen.


Der oben beschriebene Teil der Erfahrung mit dem Katathymen Bilderleben wird auch als "Imaginationsraum" bezeichnet.

Im sogenannten "Gestaltungsraum" werden die imaginierten Bilder, Szenen und Geschichten durch den Patienten zu Hause malend oder beschreibend weiter ausgestaltet und mit neuen Einfällen angereichert. Hierdurch besteht die Möglichkeit, den durch die Imagination im Tagtraum angeregten Prozess auch zwischen den Therapiestunden fortzusetzen.

Im "Gesprächsraum" schließlich wird, im Dialog mit dem Therapeuten, das Erlebte, Erforschte und Erarbeitete konkret mit aktuellen Konflikten und der individuellen lebensgeschichtlichen Entwicklung in Beziehung gesetzt, um es sinnvoll in den biographischen Zusammenhang zu integrieren. Hierdurch können neuen Verhaltensmöglichkeiten im Alltag aufgezeigt werden.




Anwendungsbereiche:

Das Katathyme Bilderleben (die Katathym-Imaginative Psychotherapie) hat sich bewährt bei der Behandlung neurotischer, funktioneller sowie psychosomatischer Beschwerden. Weiterhin kommt es zur Anwendung bei Krisenintervention und Trauma-Therapie. Neuerdings wird es auch im Rahmen der Psychotherapie von Persönlichkeitsstörungen eingesetzt.

Das Verfahren eignet sich für Erwachsene wie für Kinder und Jugendliche und kann sowohl als Einzel- wie auch als Paar- oder Gruppentherapie angewandt werden.

Die Therapiedauer richtet sich nach den individuellen Gegebenheiten. Unter Umständen reicht eine Kurztherapie, in anderen Fällen kann eine Behandlung über einen längeren Zeitraum nötig sein. Nicht selten bietet es sich an, das Katathyme Bilderleben im Rahmen einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie bei einzelnen Behandlungsabschnitten einzusetzen.

Wichtig ist in jedem einzelnen Fall eine sorgfältige Erhebung der Vorgeschichte (Anamnese) des Patienten und der Ausschluss von Gegenanzeigen (Kontraindikationen) für eine Behandlung mit der Tagtraumtechnik.



* Der besseren Lesbarkeit wegen wurde im weiteren Verlauf des Textes auf eine Differenzierung männlich / weiblich verzichtet. Selbstverständlich ist bei der Nennung der männlichen Form immer auch die weibliche (also bei "Patient" auch "Patientin" etc.) gemeint.



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